Game of Thrones RPG
 
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 Artificial Light

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Luczin Martell

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BeitragThema: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 5:32 pm

Wo bin ich ...?, war der erste Gedanke der mir durch den Kopf schoss, als ich blinzelnd erwachte. Das helle Sonnenlicht blendete mich und knurrend hielt ich eine meiner riesigen Pranken vors Gesicht. So viele unbekannte Dinge trafen mich auf einmal, all diese Gerüche, die ich nicht kannte... und die Gegend vor allem nicht. Das war nicht der Bau, wo ich aufgewachsen war ... nein, da waren meine Mutter und viele Menschen. Alles war grau und sobald man aus dem Bau rausgekommen ist, waren da noch viel mehr Menschen. Aber das hier ... ich senkte meine Pranke und blinzelte erneut, langsam gewöhnte ich mich an das Licht. Es war weit und breit niemand zu sehen, nur goldenes Gras und hier und da ein Baum .. Wollten sie mich loswerden ..?Knurrend blickte ich mich um und wurde von Sekunde zu Sekunde immer wütender. Ein Gefühl hatte mir schon immer gesagt, dass mit mir was nicht stimmte, doch jetzt hatte ich die Bestätigung quasi direkt vor meinen Augen. Voller Adrenalin aufgrund meiner Wut, erhob ich mich auf meine Beine und sah mich noch einmal um. Was sollte ich jetzt nur machen ...? Ich hatte nichtmal eine Ahnung, wo es vielleicht zurück zu den Menschen ging ... ich wusste auch nicht, wie ich jetzt an mein Essen kommen sollte ... oder wo ich schlafen sollte. "Ich töte den nächsten Menschen, den ich sehe ...", murmelte ich schlecht gelaunt, schüttelte meine kurze Mähne und begann dann langsam ein paar Schritte zu machen .. in diesem unbekannten Land.
Als ich irgendwann an einem Wasserloch ankam, ging bereits die Sonne unter und rotes Licht ließ das Land um mich herum erglühen. Jetzt war ich auch nicht mehr alleine, viele Tiere standen am Wasser .. einige kannte ich, die habe ich bei den Menschen gesehen .. andere habe ich noch nie zu Gesicht bekommen und das machte mir doch etwas Angst. Was haben die sich gedacht, wie soll ich komplett alleine überleben?! Oder war es genau das ... ein Test? Weil ich nicht normsl war ...? Lag es an meinem Vater ..? Meine Mutter wollte mir nie von ihm erzählen .. und sie hatte sich immer geweigert zuzulassen, dass ich erfuhr, wie ich aussah. Beinahe musste ich nun lachen. Vielleicht war ich ja so hässlich, dass die Menschen mich deswegen loswerden wollten. Leicht grinsend gesellte ich mich zu den anderen Tieren und runzelte erstmal die Stirn, da die meisten schreiend vor mir wegrannten. Was stimmte denn nicht ..? Langsam glaubte ich wirklich, dass an meiner Hässlichkeit etwas dran war. Seufzend beugte ich mich runter und trank etwas von dem Wasser, das gar nicht mal so übel schmeckte, als plötzlich eine gewisse Spannung in der Luft lag, die mich besorgte. Gefahr ist im Anmarsch .. Mein Instinkt sagte es mir. Als ich aufblickte erblickte ich Löwen. Einen männlichen mit einer prächtigen schwarzen Mähne, zusammen mit ein paar Löwinnen. Okay, also gab es hier auch so welche wie mich ... meine Mutter war eine Löwin, also musste ich ja wohl auch einer sein, wenn vielleicht nicht ein schöner. Der Anführer nahm mich ins Visier und kam direkt auf mich zu, also räusperte ich mich und versuchte seinen Blick möglichst ohne Angst zu erwidern. Wird schon gut laufen, du bist doch auch ein Löwe ... Doch statt einer freundlichen Begrüßung griff der andere mich an und warf mich mit einer Gewalt zu Boden, die mir den Atem raubte. "Wer oder .. was .. bist du?", drang seine Stimme knurrend an mein Ohr, seine Augen wütend funkelnd. Etwas verunsichert erwiderte ich den Blick - warum war er denn so feindselig, hatte ich etwas falsch gemacht? "Äh, also ... ich bin Jake und ich hab selber keine Ahnung was ich bin, ich glaube ich bin ein Löwe und-", fing ich an, doch er unterbrach mich mit einem Brüllen. "Das ist mir egal, Fremdling, das ist unser Revier und hier hast du nichts zu suchen. Das Wasserloch gehört und uns nicht einem seltsamen Streuner." Er ließ von mir ab und trat zurück, offensichtlich gab er mir die Chance jetzt zu gehen. Leicht wütend stand ich nun auf und erst jetzt, wo ich direkt vor ihm stand, merkte ich, dass ich etwas größer als er war - ich könnte ihn vielleicht überwältigen, aber schaffte ich das wirklich? "Also erstens mal, ein wenig Respekt erwarte ich schon, immerhin bin ich neu hier ... und außerdem würde ich es nicht drauf ankommen lassen, also ...", knurrte ich ihn an, doch dann fiel mir auf, wie ie Löwinnen hinter ihm nun ebenfalls nach vorne kamen und so aussahen, als würden sie mich am liebsten in Fetzen reißen. Okay, ich hatte doch keine Chance.
Seufzend trat ich zurück. "Schon gut ... ich geh ja schon.", sagte ich grummelnd und drehte mich um. "Ja verschwinde endlich, du bist komisch", hörte ich noch eine der Löwinnen rufen und ich legte die Ohren an. Lief ja super hier. "Selber komisch", schoss ich über meine Schulter zurück und machte mich dann daran, wirklich abzuhauen, nicht dass sie mich doch noch tot sehen wollten. Einige Zeit später war es stockfinster und es regnete. Hungrig und müde lief ich durchs hohe Gras, ehe ich einfach zusammenbrach. Mein Leben hat sich schlagartig verändert ... ich glaube, ich werde nicht mehr lange leben. Und so blieb ich liegen, während der kalte Regen mein Fell durchnässte.
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 5:51 pm

Die Sonne schien strahlend auf den Felsen herab und ich lag dort und hatte meine Augen geschlossen gehabt. Doch als ich meine Mutter rufen hörte, sah ich auf und streckte mich und sprang vom Felsen herunter und gähnte ausgiebig. Als ich mich dann zu meiner Mutter bewegte, begrüßte ich sie mit einen Kopfstoß gegen ihren Hals und schnurrte ein wenig ehe ich in ihre Augen sah. Sie schaute mich liebevoll und fragte wie die Jagd war. Ich seufzte und streckte mich nochmals. "Nicht gut, die anderen Löwinnen sind einfach von mir weg gegangen" murmelte ich und sah wie meine Mutter zurück sah und die anderen Jägerinnen sah. "Mach dir keine Sorgen Mutter" sagte ich und sah wie die Tiere auf einmal schreiend vom Wasserloch kamen. Ehe ich jedoch nach sehen konnte, sah ich meinen Vater an mir vorbei laufen. Und dann sprangen die Jägerinnen herunter und folgten ihm. Noch blieb ich stehen ehe ich meiner Mutter folgte und am Wasserloch ankamen. Dort stand ein seltsames Tier und ich legte meine Ohren leicht an und hielt mich im Hintergrund. Mein Vater ging auf ihn zu und riss ihn zu Boden. Doch als er sich aufrichtete, sah ich das er größer war als mein Vater und das war wirklich seltsam. Normalerweise was der Löwe der größte und kaum wurde er weg geschickt, blieb ich stehen und sah ihm nach. Mein Vater sah mich nur an und sah mich nur warnend an ehe er seinen Kopf gegen meinen strich und weiter lief. Es dauerte auch nicht lange bis es anfing dunkel zu werden und zu regnen. Ich blieb einen Moment noch stehen ehe ich mich umdrehte und zurück zum Felsen gehen wollte, doch meine Neugierde war größer und so drehte ich mich um und nahm seine Spur auf. Als ich ihn gefunden hatte, versteckte ich mich im hohen Gras und beobachtete ihn. Doch da er nicht den anscheinen machte mich angreifen zu wollen, stand ich langsam auf und schlich zu ihm und beobachtete ihn aufmerksam. "Was bist du`?" fragte ich ihn leise und blieb in sicherer Entfernung stehen und machte mich auf alles gefasst. Er könnte mich mit Leichtigkeit töten, dass wusste ich aber schon als kleines Kätzchen war ich so neugierig gewesen das ich nur Probleme gemacht hatte. Doch meine Eltern liebten mich trotzdem und wollten das ich die Königin werden sollte.
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Luczin Martell

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 6:51 pm

Weiter verseuchte ich wörtlich im Gras und starrte schlecht gelaunt auf den Boden. Es ging mir nicht aus dem Kopf ... warum wurde ich einfach so ausgesetzt, von einem Tag auf den anderen? Wenn es ein Test war, dann war ich so gut wie geliefert, das habe ich heute gemerkt. Ich hab keine Ahnung wie ich irgendwas machen muss ... ich weiß nichts! Bei den Menschen hatte ich mich immer so mächtig gefühlt ... als könnte mir niemand etwas anhaben. Stolz war ich durch mein kleines Revier gelaufen, während mich alle beobachteten ... und immer wenn ich brüllte, wurden alle still. Doch hier ... die anderen Löwen hatten keine Angst gehabt ... im Gegenteil. Ich hatte gekniffen ... vielleicht hätte ich es diesem Männchen ja mit Leichtigkeit zeigen können ... aber ich wusste es eben nicht.
Als plötzlich ein Rascheln ertönte, spitzte ich meine Ohren und zog knurrend die Lefzen zurück. Auch wenn ich keine Chance hatte, kampflos würde ich nicht untergehen ... meine Krallen fuhren sich aus und meine Augen suchten bedrohlich die Umgebung ab ... bis mir eine Löwin ins Blickfeld geriet. Bei ihrem eher neugierigen Blick ging meine Aggression langsam zurück, bis ich sie normal und leicht skeptisch anblickte, statt sie anzuknurren. Was wollte sie? Bei ihrer Frage seufzte ich und sah sie gelangweilt an. "Ein Löwe, was denn sonst? Bist du blind?", fragte ich sie und sah dann wieder weg. Von ihr ging keine Gefahr aus, das spürte ich .. trotzdem wurde ich wieder wütend. Sie wirkte nicht überfordert wie ich ,sondern fröhlich und lebendig. Das störte mich irgendwie. Satt war sie wahrscheinlich auch und einen trockenen Platz zum Schlafen hatte sie mit Sicherheit. "Warum interessiert dich das eigentlich?", fragte ich dann also wieder etwas wütender, stand auf, auch wenn ich mich nicht danach fühlte, und blickte vernichtend zu ihr runter. "Ich hab keine Ahnung, was an mir anders ist, und das ist mir auch egal. Das einzige was ich weiß ist, dass ich gar nichts weiß, also lass mich einfach in Ruhe!", fuhr ich sie an und meine gelben Augen funkelten auf, als plötzlich mein Magen knurrte. Sofort drehte ich den Kopf weg und legte wieder die Ohren an. Nun, jetzt wusste sie eindeutig, dass ich keine Bedrohung für mich darstellte - was schlecht für mich war. Ich zitterte bereits, da die Kälte bis in meine Knochen durchgedrungen war, aber ich hoffte einfach, dass sie das nicht merkte. "Wirklich, lass mich einfach in Ruhe, wir haben beide was davon.", sagte ich leise, sah sie nicht mehr an und lief dann langsam und etwas schwächlich weiter - ins Nichts. Ich hatte keine Ahnung wo ich hin sollte, aber irgendwann würde ich doch sicher zumindest einen Unterschlupf finden, oder? Vielleicht zusammen mit einem Stück Fleisch ... zittrig blieb ich stehen und blickte kurz zurück. Noch immer fragte ich mich, warum sie sich für mich interessierte, aber es sollte mir doch egal sein, oder?
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 7:13 pm

Ich blickte den Fremden an und spitzte meine Ohren, als er seine Stimme erhob und sich dann auch schon erhob. Ich musste sagen das er mir doch etwas Angst machte, weil er so groß war aber spätestens als er meinte das er ein Löwe ist, sah ich ihn skeptisch an und neigte meinen Kopf etwas schräg. "Du siehst aber nicht aus wie ein Löwe" sagte ich leise und sah ihn an. "Hast du dich eigentlich schon einmal selber angesehen?" fragte ich ihn leise und vernahm sein knurren. Kurz schüttelte ich mein Fell durch, da es vollkommen durchnässt war und folgte ihm mit meinen Blick. "Ich kenne eine kleine Höhle... ich kann dich hin führen" schlug ich vor und lief einfach neben ihn her und blickte zu ihm hoch. Aber ohne auf eine Antwort zu warten, lief ich in die Dunkelheit und musste kurz eine Fährte aufspüren ehe ich wusste wo wir waren. Ich schaute zu ihm nach hinten und wollte sicher sein das er mir folgte. Kaum waren wir an der Höhle, betrat ich diese und schüttelte mich nochmals ehe ich mich umsah und kurz überlegte ob ich ihn schnell etwas jagen sollte. Schließlich hatte er ja auch Hunger gehabt. Und so wartete ich bis er in der Höhle war und stand dann auf. "Warte hier" sagte ich und lief wieder in den Regen hinaus ehe ich mich auf die Jagd machte und auch schon etwas witterte. Kaum hatte ich meine Beute gefasst bekommen, tötete ich es und zog es durch das nasse Gras in die Höhle zurück. Als ich das tote Zebra auf den Boden fallen ließ, blickte ich ihn an und legte meine Ohren an. "bleib hier... hier bist du in Sicherheit und mein Vater findet dich hier auch nicht" sagte ich und drehte ihn den Rücken zu, was eigentlich ein Zeichen von vertrauen war. Ich wusste selber nicht einmal wieso ich das tat, aber irgendwas hatte der Fremde an sich und ich hatte irgendwie das Gefühl ihn zu helfen. Doch zu meinen Rudel konnte er nicht, da ich wusste das mein Vater ihn sonst töten würde. "Ich komme morgen Nacht wieder, ich muss zurück" sagte ich sah ihn an und rannte zurück zum Felsen und sah meinen Vater dort sitzen sah. Wehmütig blickte ich ihn an und senkte meinen Kopf und setzte mich vor ihm in die Höhle.
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Luczin Martell

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 9:01 pm

Ich blickte sie an und runzelte die Stirn - ich sah nicht aus wie ein Löwe? Aber ich hatte doch eine Mähne oder nicht? Verwirrt seufzte ich und bei ihrer Frage senkte ich den Kopf. "Nein ... nein .. nicht wirklich", sagte ich leise, doch ich glaubte nicht, dass sie mich gehört hatte, da sie irgendwas von einr Höhle faselte und bereits vorlief. Öhm ... sollte ich misstrauisch werden? Warum diese Hilfsbereitschaft? Zuerst zögerte ich ... aber hatte ich eine Wahl? Was wenn sie die Wahrheit sagte ... ich brauchte einen Unterschlupf. Also folgte ich ihr etwas langsamer und tatsächlich brachte sie mich in eine Höhle. Während ich neben ihr stand merkte ich wieder, wie groß ich im Vergleich zu ihr war und wurde nachdenklich. Ich war auch größer als ihr Anführer .... vielleicht bin ich wirklich kein Löwe ... auch wenn ich eine Mähne habe. Gerade wollte ich sie fragen, wie ich denn genau aussah, als sie mir sagte, dass ich warten sollte und verschwand. Na toll. Vielleicht war es ja doch eine Falle. "Ich wäre sowieso kein großes Hindernis", murmelte ich und ließ mich auf den Boden fallen. Es war immer noch verdammt kalt, aber immerhin war es trocken. Während ich also darauf wartete, dass entweder sie oder eine Horde blutrünstiger Löwen zurükkam, starrte ich an die Höhlenwand, bis ich Schritte hörte ...und etwas leckeres roch. Was war das für ein Duft ... es roch wunderbar und mein Magen knurrte nur noch mehr, als ich sie mit einem toten Zebra erblickte. Okay, anscheinend wollte sie mir wirklich helfen. "Warum tust du das für mich?", fragte ich sie und blickte sie noch immer leicht skeptisch an, doch sie erklärte nur, dass ich hierbleiben sollte, weil mich dann ihr Vater nicht fand und ging danach. Jetzt war ich alleine und musste erstmal alles verarbeiten. Also .. dieser Löwe von vorhin war wohl ihr Vater ... ganz toll. Aber sie half mir, er nicht ... also machte sie es heimlich? Zu viele Fragen ... seufzend begann ich mich über das Zebra herzumachen. Es schmeckte ganz anders als das Fleisch, das ich von den Menschen bekommen hatte, aber es war sogar viel besser. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch sowas zu jagen ... Erschöpft, aber satt ließ ich dann meinen Kopf auf meine Pranken sinken und schlief ein, während ich an die Löwin dachte und über sie grübelte.
Am nächsten Morgen weckten mich die Strahlen der Sonne und ich blinzelte mehrmals. Sofort sah ich mich um, doch noch immer war ich alleine. Vielleicht kommt sie ja auch nicht mehr zurück, warum auch? Ich stand auf, streckte mich und ging dann raus. Noch immer war ich alleine und ich gähnte ausgiebig, während ich ein wenig die Umgebung erforschte.
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 9:22 pm

Ich hatte seine Frage ignoriert gehabt und war zurück zum Rudel gelaufen. Das dort mein Vater auf mich wartete und mir eine Standpauke gab, ließ mich mit hängenden Kopf in die Höhle laufen und legte mich auf den Boden und dachte kurz an den Fremden ehe ich schnaufte und meine Augen schloss. Am nächsten Morgen stand ich auf und streckte mich ehe ich mit den anderen Jägerinnen zum Wasserloch lief und etwas trank. Ich hoffte das er sich selbst etwas jagen würde sonst würde ich ihn wieder etwas bringen. Im Laufe des Tages ging ich auf die Jagd und verließ den Felsen am frühen Abend wieder. Ich hatte ihn wieder ein Zebra mit gebracht. Als ich die Höhle betrat, ließ ich das tote Zebra auf den Boden fallen ehe ich ihn ansah und einige Schritte zurück ging. "Kannst du selber jagen?" fragte ich ihn und sah ihn aufmerksam an. Er machte mir nicht gerade den Anschein das er überhaupt wusste was er in der Wildnis zu tun hatte. Ich setzte mich hin und fing an meine Pranken abzulecken und mich sauber zu machen. Sonst würden meine Eltern wohl noch fragen wieso ich nach frischen Blut riechen würde. Nebenbei schaute ich ihn mit meinen Kristall blauen Augen an ehe ich kurz inne hielt und meine Pfote langsam sinken ließ. "wegen deiner Frage von gestern... ich bin neugierig was du bist und ich will wissen was du genau bist.... ein Löwe bist du jedenfalls nicht" erzählte ich ihn und seufzte kurz ehe ich wieder mit den Putzen weiter machte. Aber ich musste ehrlich sagen, dass er mich mehr interessierte als nur sein Wesen. Er hatte etwas an sich, was mich anzog. Vielleicht die Tatsache das er so neu ist und nicht weiß wie es hier ablief. Ich stand langsam wieder auf und blickte raus aus der Höhle und hoffte das mir keiner gefolgt war. Ich wollte wirklich nicht das ihm etwas passierte, zur not muss ich ihn vor meinen Rudel beschützen. Aber ich war der Meinung das er vielleicht wirklich in das geweihte Land gehen sollte, da würde mein Vater keine auswirkungen haben und er hätte seine Ruhe, doch das waren nur überlegungen.
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Luczin Martell

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Do Okt 11, 2018 10:04 pm

Den ganzen Tag verbrachte ich damit die Gegend zu erkunden und ich fand tatsächlich ein weiteres Wasserloch - es war zwar nicht einmal halb so groß wie das andere, aber immerhin habe ich etwas zu trinken. Erst am frühend Abend kehrte ich in die Höhle zurück und es erwartete mich bereits die Löwin zusammen mit einem saftigen Zebra. Bei ihrem Anblick tat sich etwas in mir - freute ich mich? Ich wusste es nicht ... vielleicht lag es auch nur daran, dass sie mir immer etwas zu essen mitbrachte ... obwohl, nein, das glaubte ich nicht. Sie war irgendwie .. süß. Ich lächelte dankbar und ließ mich dann nieder, um ein Stück Fleisch aus dem Zebra zu reißen, während ihre Stimme an mein Ohr drang. Ob ich selber jagen konnte? Ich glaube nicht, dass sie die Wahrheit hören wollte, aber eigentlich hatte sie diese verdient - sie machte sich immer die Mühe für mich zu jagen. "Ähm .. nicht wirklich ..", gab ich etwas beschämt zu und ließ die Tatsache weg, dass ich bis vor kurzem nicht einmal genau wusste, was jagen war. Mir wurde mein Essen immer vorgesetzt .. mich selber darum kümmern? Kannte ich nicht. Sie begann sich zu putzen und meine gelben Augen lagen auf ihr - und trafen auf ihre kristallblauen Augen, als sie mich ansah. Das sind wirklich schöne Augen ... Sie war eine wahre Schönheit ... davon ausgehend, dass die anderen bei meinem Anblick geschrien hatten, musste ich ziemlich hässlich sein ... warum gab sie sich überhaupt mit mir ab? Bei ihren nächsten Worten blinzelte ich und legte wieder die Ohren an. Sie wollte wissen, was ich bin? Da konnte ich ihr nicht weiterhelfen. "Nun ja ... das weiß ich selber nicht wirklich ..", raunte ich mit meiner tiefen Stimme und seufzte anschließend. Wenn ich sagte, dass ich bei Menschen aufgewachsen war, dann würde sie mich bestimmt verachten ... aber war das vielleicht nicht besser so? Ich konnte mir gut vorstellen, dass ihr Vater das hier nicht guthieß und sie eine saftige Strafe bekommen würde, falls das hier ans Licht kam. Also ... und wenn sie mit mir nichts mehr zu tun hat, dann hat sie auch keinen Ärger mehr. Klingt doch gut, oder? Ich bin sowieso ein hoffnungsloser Fall, wie es schien.
"Meine Mutter ... war eine Löwin. Sie wollte mir nie verraten wer mein Vater ist .. und mich selber gesehen ... das .. das habe ich noch nie", begann ich leise und etwas zögerlich, während ich mit meinen Pfoten unruhig über den Höhlenboden schabte. "Die Wahrheit ist ... bis genau vor einem Tag .. da lebte ich bei Menschen ... und ich habe keine Ahnung, wie ich hier draußen ohne sie klarkommen soll.", sprach ich es nun aus und sah sie an, Scham lag in meinem Gesicht. Jetzt, wo ich es direkt aussprach, kam ich mir wirklich dämlich vor. Wie ein Nichtsnutz ... Kein Wunder, dass sie mich hier abgesetzt haben .. meine Mutter hätte das vielleicht noch verhindert ... Beim Gedanken an sie wurde ich tieftraurig, also schob ich den Gedanken zur Seite und stand auf. Ich konnte der Löwin hier nicht mehr in die Augen sehen. "Entschuldige mich", sagte ich knapp und verließ die Höhle. Draußen waren bereits die ersten Sterne zu sehen und ich setzte mich auf meine Hinterbeine, während ich in den Himmel blickte. Ich gehöre nirgendwo hin ... nicht zu den Löwen .. ja, vielleicht auch nicht zu den Menschen ... wer bin ich wirklich? Ich war groß und stark ... und doch konnte ich nicht kämpfen, nicht jagen. Ich hatte einfach wirklich keine Chance ... ohne die Menschen wäre ich wahrscheinlich schon längst tot.
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Fr Okt 12, 2018 7:30 pm

Ich schaute ihn an und leckte weiter meine Pfote ehe ich ihn anschaute. Als ich ihn gefragt hatte ob er jagen könnte, beneinte er es und ich blickte ihn an. "Es ist ganz einfach, ich kann es dir zeigen" sagte ich leise und schenkte ihn kurz ein lächeln ehe ich ihn dabei zusah wie er anfing zu fressen. Als ich ihn fragte was er nun sei, wusste er es selber nicht einmal. Ich schaute ihn interessiert an als er meinte das er noch bis vor einen Tag bei den Menschen gelebt hatte. Ich stand langsam auf und blickte ihn an und schwieg für einen Moment. "Bei den Menschen?... aber was machst du hier..ich meine in der Wildnis" fragte ich ihn dann ging einen Schritt auf ihn zu ehe ich dann auch schon inne hielt und ihn in sein Gesicht sah. Ich legte meine Ohren wieder an und und ging einen Schritt zurück. "du musst alles lernen, von jagen bis hin ein Rudel zu finden" sagte ich und blickte ihn an und lächelte wieder. Als er jedoch die Höhle verließ, blickte ich ihn nach und zögerte kurz ehe ich ihn dann folgte und ein wenig hinter ihm stehen blieb. "habe ich etwas falsches gesagt?" fragte ich ihn und und setzte mich dann hin und beobachtete ihn ehe ich in den Sternenhimmel sah und meine Augen fingen an zu funkeln. In der Nacht war es hier wirklich traumhaft gewesen. fasziniert schaute ich hoch und schloss meine Augen und spürte den leichten Windzug durch mein Fell. Irgendwann öffnete ich meine Augen wieder und erhob mich ehe ich auf einen Felsvorsprung sprang und mich dort im Mondschein hinlegte und ihn beobachtete. "Ich kann dir nur sagen das du irgendwie wie ein Löwe aussiehst aber auch wieder ein anderes....Tier" sagte ich und legte meinen Kopf auf meine Pranke und beobachtete das große Tier vor mir. "Wie heißt du eigentlich" erkundigt ich mich und sah kurz in die Ferne wo ich mein Zuhause sah. Meine eltern schliefen noch, sonst würde mein Vater wohl nach mir suchen. Und irgendwie wollte ich nicht das ihm etwas passierte.
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Luczin Martell

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Fr Okt 12, 2018 7:56 pm

Ich ging nicht zurück, zu sehr schämte ich mich für das was ich war, doch ich dachte über ihre Worte nach. Ich musste alles lernen ... das war mir klar ... aber warum wollte sie mir dabe helfen, ich verstand das wirklich nicht. Ich musste sie doch abschrecken, ich war ein komplett anderes Wesen .. kein Löwe .. ich war größer als sie und dazu hatte ihr Vater mich auf dem Kicker. Wahrscheinlich würde sie jetzt sowieso gehen, aber ich irrte mich - es dauerte nicht lange bis ich sie hinter mir hörte. Meine Ohren zuckten und ich blickte über meine Schulter zu ihr nach hinten. "Nein ... nein, ich glaube nur nicht, dass es mich geben sollte. Das Gefühl habe ich., meinte ich düster, leckte mir über meine Pranke und begann mein Gesicht zu waschen. Immer wieder glitt mein Blick zu ihr und ich hatte keine Ahnung, was ich fühlen sollte. Erleicherung, weil ich wahrscheinlich doch nicht starb ... Verwirrung, weil ich ihr Verhalten nicht verstand .. oder - wie in den meisten Fällen zuvor - Wut? Nein .. ich war wirklich durcheinander. Seufzend wusch ich mich weiter und beobachtete sie dabei - sie hatte sich nun auf einem Felsvorsprung niedergelassen und wieder wurde mir bewusst, wie schön sie aussah. Leicht verlegen legte ich die Ohren an und wandte den Blick schließlich ab. Ich hatte auch keine Ahnung, was Weibchen betraf, die Menschen hatten mir auch diese Erfahrung genommen, wie es schien. Das machte alles nur noch schlimmer .. ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte .. wahrscheinlich stellte ich mich sowieso schon die ganze Zeit wie der letzte Idiot an. Ein leises Seufzen entwich mir, bis mich ihre Stimme aus meinen Gedanken riss. Wie ein .. anderes Tier? Nachdenklich sah ich in den Himmel. "Vielleicht sehe ich aus wie mein Vater ... aber ich weiß das nicht ... ich habe ihn nie kennengelernt .. und auch meine Mutter wollte nie über ihn reden", erzählte ich ihr. Ich hatte im Gefühl, dass genau mein Vater der Schlüssel zu allem war, die Antwort auf die Frage wer ich wirklich bin. Doch ich würde ihn nie treffen ...
Da fragte die Löwin mich auf einmal wie ich hieß und ich lächelte kurz. "Jake .. ich glaube das ist auch ein Menschenname, weil ich ja von ihnen so genannt wurde, aber eigentlich gefällt er mir" antwortete ich und sprang mit Leichtigkeit zu ihr nach oben. Ich ragte nun über ihr auf und ein Grinsen zeigte sich auf meinem Gesicht. "Und mit wem habe ich die Ehre?", fragte ich mit aufrichtigem Interesse und sah dann wieder auf das Land. So wie ich hier stand ... das erinnerte mich an die Zeiten, in denen ich genau so die Menschen beeindrucken wollte. Aber .. das war Vergangenheit.
"Ich verstehe nicht, warum sie mich hierher gebracht haben ..", flüsterte ich irgendwann und mein Blick traf auf ihren. "Ich denke sie haben etwas vor, aber wenn ich ehrlich bin, will ich gar nichts weiter wissen", meinte ich etwas resigniert und ließ mich neben ihr nieder. Aufmerksam beobachtete ich sie und wartete auf irgendeine Reaktion, bis mir etwas einfiel. "Solltest du nicht eigentlich bei deinem Rudel sein? Ich glaube nicht, dass du dich damit beliebt machst, mit einem Außenseiter rumzuhängen", kommentierte ich mit hochgezogener Augenbraue, ehe ich kurz lachen musste.
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Fr Okt 12, 2018 8:23 pm

Ich schaute ihn an und lächelte leicht ehe kurz seufzte. "Das ist kein sonderlich guter Gedanke. Jeder hat seine Bestimmung, wieso er auf der Welt ist" sagte ich und sah ihn an und musterte ihn aufmerksam. Er meinte dann das er wahrscheinlich wie sein Vater aussehen würde, und ich nickte, da es wahrscheinlich sehr gut sein konnte. "Nun ich glaube sie wollte dich nur beschützen, wenn ich so daran denke wie groß du bist" sagte ich und kicherte leise. Doch mein Blick ging interessiert sie zu ihm, als er dann zu mir auf den Felsvorsprung kam und sich neben mich nieder ließ. "Jack, den Namen habe ich auch zuvor noch nie gehört" gestand ich ihn und schaute direkt in seine Augen. "Ich heiße Shira" meinte ich und verschwieg das ich die künftige Königin von diesem Land sein werde. Noch würde mein Vater hier herrschen und erst mit seinem Tod würde ich herrschen. Doch sonderlich scharf bin ich nicht darauf. Ich legte meinen Kopf wieder auf meine pfoten und schaute in die Dunkelheit, wo nur der Mondschein ein wenig das Land erhellte.Es war wirklich seltsam gewesen, dass er von den Menschen kam und ich stellte mir auch die Frage, wieso er hier war. Es musste doch ein Grund haben, aber wenn ich daran denke wie sie hier die Tiere töteten, ohne Grund wundert mich nichts mehr. Bei seiner Frage hin wieso ich ihn half, da ich mich nicht gerade beliebt machen würde. "Mach dir darüber keine Sorge, solange sie nicht wissen das ich dir helfe, machen sie sich keine Sorgen. Ich bin immer Nachts unterwegs" sagte ich und kicherte. Und es stimmte auch, weswegen mein Vater auch so wütend war. Mir könnte ja etwas passieren, schließlich war ich sein einziges Kind und er wollte mich nicht verlieren. Ich streckte mich leicht und schaute nochmals zum Felsen und sah wie meine Mutter heraus kam. Ich spitzte meine Ohren und stand auf. "Morgen bringe ich dir das Jagen bei" sagte ich und lächelte kurz ehe ich vom Fels sprang und zum Felsen rannte. Dort angekommen, begrüßte ich meine Mutter die mich liebevoll ansah und in die Richtung wo ich Jack unter gebracht hatte. "Ich weiß das du bei ihm bist" sagte sie leise und ich setzte mich hin und wurde regelrecht vom Mondschein beleuchtet. Mein Fell leuchtete und ich blickte in die Richtung und musste lächeln. Ja Jack hatte mich fasziniert und ich weiß nicht wieso. "Folge deinen Herzen Shira" sagte sie und schnurrte leicht, als sie ihren Kopf gegen meinen stieß. Ich schloss meine Augen und schnurrte ebenfalls und war so froh gewesen das meine Mutter es verstand.
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BeitragThema: Re: Artificial Light    Fr Okt 12, 2018 11:02 pm

Als sie mir direkt in die Augen sah, stockte mir kurz der Atem - warum fühlte sich das so intensiv an? Ich konnte den Blick nicht von ihren schönen, blauen Augen nehmen, während sie mir sagte, dass sie meinen Namen noch nie gehört hat. "Passt doch zu mir, wenn er sonst nie vorkommt", meinte ich schließlich etwas scherzhaft und lächelte, als sie mir ihren Namen verriet. "Shira ... klingt irgendwie edel", meinte ich und sah ihr dabei unverwandt in die Augen. Mit jeder Sekunde genoss ich ihre Nähe mehr und ihr Kichern löste eine angenehme Wärme in mir aus. Was ist nur los mit mir ..? Was macht sie mit mir? "Ziemlich raffiniert von dir ... dein Vater muss ja richtig streng sein, wenn er dich sonst kaum was machen lässt", bemerkte ich und dachte nach. Ob mein Vater genauso gehandelt hätte, wenn ich ihn gekannt hätte? Ich seufzte und entschied mich dazu nicht mehr darüber nachzudenken, brachte ja eh nichts. Lieber konzentrierte ich mich auf Shira, die wirklich ... königlich aussah. So ein schönes Fell und dazu diese Augen .. ich konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden und meine gelben Augen begannen etwas zu strahlen. Doch nicht lange danach sagte sie mir, dass sie mir das jagen beibringen würde und verließ mich. "Okay ...", sagte ich noch, obwohl ich bezweifelte, dass sie das gehört hatte. Etwas wehmütig blickte ich Shira nach und wünschte mir, dass ich ihr folgen könnte ... doch wenn ich das tat, waren sie und ich in Schwierigkeiten ... mit einem leisen Knurren und einem letzten Blick in ihre Richtung, drehte ich mich um und wollte gerade wieder die Höhle betreten, als ich auf einmal eine Gestalt drinne bemerkte. Ich blickte etwas genauer hin und erkannte das Tier - diese hatte ich auch ganz oft bei den Menschen gesehen - Gepaden. Sofort fuhr ich die Krallen aus und ließ ein tiefes bedrohliches Knurren hören. "Verschwinde ...", zischte ich und kam ihr langsam näher. Der Gepard zog ebenfalls die Lefzen zurück, doch als ich vor ihm aufragte und ihn mit einem tödlichen Blick musterte, trat Angst in seine Augen. "Wie aus den Legenden ..", murmelte er und mit einem aggressiven Brüllen holte ich mit der Pranke aus und traf ihn. Er wurde gegen die Wand geschleudert und richtete sich nur langsam wieder auf. Moment, hatte ich da gerade tatsächlich jemanden angegriffen? Kurz durchflutete mich Stolz - warum war nur Shira nicht gerade jetzt hier - aber ich durfte nicht übermütig werden. "Was faselst du da? Ich glaube ich bin ziemlich real", knurrte ich ihn an und kam wieder auf ihn zu - er stolperte nach hinten und hatte ganz klar nicht die Absicht, sich zu wehren. "Es ... es gibt Legenden ... von so großen Katzen ... die alle anderen überragen und über alle Tiere herrschen ... sie haben große Zähne und haben Streifen .. so wie du." Warte was, Streifen? Ich konnte kaum darüber nachdenken, da rappelte sich der Gepard auf und düste an mir vorbei aus der Höhle raus.
Stirnrunzelnd sah ich ihm nach. Was, wenn Legenden wahr sind? Langsam schritt ich ebenfalls hinaus und lief zum Wasserloch. Gerade schien das Mondlicht auf das Wasser und ließ es so klar erscheinen. Es wird Zeit ... dass ich mich mal selber ansehe ...
Ich schluckte kurz, als ich vor dem Wasserloch stand, mein Herz raste. Ich hatte keine Ahnung was ich sehen würde .. und ob es mir gefallen würde. Das bist doch nur du, versuchte ich mich zu beruhigen, auch wenn es nicht wirklich funktionierte ... ach komm schon, Jake, reiß dich zusammen! Mit etwas mehr Entschlossenheit beugte ich mich nun vor und riss die Augen ganz weit auf - gelbe Augen starrten mich aus dem Wasser heraus an und ich konnte nicht den Blick von meinem Spiegelbild abwenden. Es war .. so seltsam ... ich sah wirklich nicht aus wie ein Löwe ... ja ich hatte eine Mähne, aber sie war wirklich mickrig. Schwarze Punkte, fast schon Streifen, zierten mein Gesicht ... und das ganze Gesicht war komisch .. nein, das war kein Löwe, das Gesicht war zu breit, der Kiefer zu ausgeprägt. Was zum Teufel bin ich ..., ging es mir durch den Kopf, während ich wie gelähmt dastand. Auf einmal drehte sich das Wasser und mein Spiegelbild verschwamm - auf einmal tauchte eine andere Gestalt auf .. sie hatte fast genau das selbe Gesicht wie ich, nur dass das Fell tief orange war und grüne Augen mich aggressiv anblitzten.
~So einen großen Tiger habe ich noch nie gesehen!, rief eine Stimme und plötzlich brüllte die Gestalt im Wasser, entblößte große Reißzähne und es schien so, als würde sie mich anspringen wollen. "Nein!, brüllte ich und schlug ins Wasser, doch da war plötzlich alles vorbei - kein Spiegelbild, keine Stimmen, kein seltsames Gefühl. Was ... was war gerade passiert? Hektisch blinzelnd versuchte ich mich zu beruhigen, aber das was ich gesehen hatte, war zu viel gewesen. Vor allem verstand ich es nicht einmal ... wer war das ... und was hatte er mit mir zu tun ..? Ich musste verrückt geworden sein .. mir all das einbilden. Verdammt, ich sollte besser schlafen gehen, wirklich ..
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Cecillia Targaryen

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BeitragThema: Re: Artificial Light    Sa Okt 13, 2018 7:41 pm

Ich wusste nicht was bei Jack vor ging aber ich legte mich zu meiner Mutter und schlief recht schnell wieder ein. Am nächsten morgen, stand ich auf und streckte mich und wie jeder andere Tag auch ging ich auf die Jagd aber musste dabei an Jack denken. Ich hockte im hohen Gras und beobachtete die Gazelle. Doch ich war nicht wirklich dabei mit meinen Kopf und bekam in den Augenwinkeln nur mit das die Löwinnen bereits los gerannt waren. Ich seufzte und ließ sie alleine jagen. Doch als sie es mitbekamen kamen sie auf mich zu und Kari motzte mich an. Ich legte meine Ohren knurrend an und brüllte dann laut auf. "Wag es nicht so mit mir zu sprechen" sagte ich bedrohlich und fletschte meine Zähne. Sie bot mir jedoch die Stirn und fing an sich zu bewegen. Da ich das nicht auf mir sitzen ließ, bewegte ich mich ebenfalls und wir fingen an uns im kreis zu bewegen. Normalerweise hatten sie Respekt vor mir gehabt, da ich nun einmal die künftige Königin war. Doch Kari machte sich keine Gedanken dabei, mir und allen zu zeigen das sie mich hasste. Als sie auf mich zugesprungen kam, wich ich ihr aus haute ihr meine Pranke ins Gesicht und hatte dabei meine Krallen ausgefahren gehabt. Doch ohne zu zögern sprang ich auf sie und riss sie zu Boden. Brüllend schaute ich sie an und hatte bedrohlich meine Ohren nach hinten gelegt. Natürlich war unser Kampf so laut das meine Eltern ankamen aber mein Vater sich raus hielt. "Zeige mir Respekt Kari... sonst werde ich dafür sorgen das du das Rudel verlässt" sagte ich wütend und leckte über meine Schnauze. Sie knurrte mich weiter an aber schwieg dann und unterwarf sich mir. Ich ließ von ihr ab und lief Rückwärts von ihr weg ehe ich zu meinen Vater sah, der mich stolz anblickte. Wir gingen ein Stück und erklärte mir das er nicht gerechnet hätte, dass ich mich wehren würde. Ich lächelte leicht und schnurrte als er mir seinen Kopf über meinen strich. Als er mir einen Kuss gab ging er zurück um zu Fressen. Ich schaute ihm nach ehe ich ihm dann folgte, nachdem ich in die Höhle sah wo Jack schlief. Ich ging dann ebenfalls zum Felsen und wartete bis es wieder Nachts wurde.
Kaum war die Sonne untergegangen, ging ich zu Jack und ging in die Höhle. "Und bereit für deine erste Jagd Jack?" fragte ich ihn und lächelte ihn an. Den ganzen Tag musste ich an Jack denken und nun konnte ich ihn beibringen in der Wildnis zu überleben. "Ich meine wenn du dein eigenes Rudel hast, musst du zwar nicht mehr jagen gehen, da die Löwinnen es erledigen aber noch bist du alleine" erklärte ich ihn und neigte meinen Kopf nach draußen und ging schon einmal heraus. Als ich sah wie er mir folgte, grinste ich und rannte auch schon los durch das hohe Gras in die Richtung des geweihten Land, Da hatten wir wenigstens unsere Ruhe. Als ich etwas witterte, blieb ich stehen und wartete auf den großen Löwen und wollte wissen ob er es ebenfalls witterte.
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